Ein niedriger Krankenstand belegt noch keine gesunde Organisation. Wir entwickeln mit Ihnen ein Kennzahlensystem, das Gesundheitsrisiken früh anzeigt und die Wirkung Ihres BGM nachweist.

Viele Unternehmen berichten Krankenstand, Unfallquote und Teilnahmezahlen. Diese Größen bleiben als Basis- und Pflichtkennzahlen bestehen. Für die Steuerung reichen sie nicht aus, weil sie Probleme erst zeigen, wenn der Schaden entstanden ist.

Kostenloses Erstgespräch

Wir sehen uns Ihr Reporting an und klären, welcher Schritt für Sie sinnvoll ist.

Warum der Krankenstand allein nicht ausreicht

Gemessen wird Abwesenheit

Fehlzeiten sagen wenig darüber, wie belastbar und arbeitsfähig eine Belegschaft ist. Präsentismus senkt die Quote, die Belastung bleibt.

Spätindikatoren reagieren spät

Bis sich Belastung in Krankenstand und Fluktuation niederschlägt, können 6 bis 24 Monate vergehen. Vorbeugendes Handeln ist dann kaum noch möglich.

Teilnahme ist keine Wirkung

Teilnahmequoten und die Zahl der Maßnahmen beschreiben Aktivität. Ob sich Arbeitsfähigkeit, Erholung oder Bindung verbessert haben, zeigen sie nicht.

Was sich bei BGM-Kennzahlen verändert

Früher
Heute
Kranken­stand
Gesund­heits­index
Fehl­zeiten
Arbeits­fähig­keit
Teil­nahme­quote
Wirk­sam­keit
Return on Invest­ment (ROI)
Value on Invest­ment (VOI)
Gesund­heits­tage
Gesund­heits­kultur
Bauch­gefühl
People Analytics
Reaktion
Prä­vention

Das Wirkungsmodell hinter den Kennzahlen

Kennzahlen werden aussagekräftig, wenn ein Wirkungsmodell sie verbindet. Grundlage unserer Arbeit ist das Treiber-Indikatoren-Modell: Arbeitsbedingungen wirken über Frühindikatoren auf die Ergebnisse des Unternehmens.

Stellhebel

Treiber

Arbeits- und Organisationsbedingungen wie Führung, Zusammenarbeit und Arbeitsgestaltung. Erfasst werden sie unter anderem über die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung.

Frühwarnung

Frühindikatoren

Arbeitsfähigkeit, Wohlbefinden, Commitment und Gesundheitsverhalten. Sie werden über Befragungen erhoben und zeigen Entwicklungen, bevor Folgen eintreten.

Ergebnis

Spätindikatoren

Krankenstand, Fluktuation und Produktivität. Sie sind stark verdichtet und lassen sich selten einer einzelnen Maßnahme zuordnen.

Modell nach Treier (2023): Betriebliches Gesundheitsmanagement. Springer.

Unsere Leistung in vier Bausteinen

Die Bausteine bauen aufeinander auf und lassen sich einzeln oder als Gesamtprojekt beauftragen.

01

Bestandsaufnahme

Welche Kennzahlen liegen vor, wie belastbar sind sie, wo fehlen Frühindikatoren? Ergebnis ist eine Übersicht Ihrer Datenlage.

02

Kennzahlensystem

Aus Ihrer Gesundheitsstrategie leiten wir wenige, wirkungsbezogene Kennzahlen ab, mit Zielwerten, Schwellen und Erhebungsplan.

03

Erhebung und Cockpit

Kurzskalen und vorhandene Personaldaten führen wir in einem Cockpit zusammen, das Früh- und Spätindikatoren nebeneinander zeigt.

04

Wirkungsmessung

Vorher-Nachher-Vergleiche, ROI und VOI sowie ein Bericht für Geschäftsführung und Nachhaltigkeitsreporting.

Formate

Beratungsprojekt

Vom Kennzahlen-Check bis zum laufenden Reporting, abgestimmt auf Größe und Datenlage Ihres Unternehmens.

Workshop

Ein Tag für Führungskräfte, HR und BGM-Verantwortliche. An einem Musterunternehmen entsteht ein Kennzahlensystem, das Sie auf Ihr Unternehmen übertragen.

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Vortrag

„BGM-Kennzahlen 2030: Warum Krankenstand allein nicht mehr ausreicht“ für Tagungen, Führungskreise und Netzwerktreffen.

Zu den Vorträgen →

Häufige Fragen

Sollen wir den Krankenstand nicht mehr berichten?

Doch. Krankenstand, Unfallquote und Fehlzeiten bleiben Basis- und Pflichtkennzahlen. Für die Steuerung kommen Frühindikatoren hinzu.

Wie viele Kennzahlen brauchen wir?

Wenige. Für den Einstieg genügen fünf bis sieben verlässliche Kennzahlen, die regelmäßig erhoben und gemeinsam betrachtet werden.

Ab wann lässt sich die Wirtschaftlichkeit belegen?

Eine belastbare Messung des ROI ist etwa zwei bis drei Jahre nach Beginn eines systematischen BGM zu erwarten (Treier 2023). Der iga.Report 28 nennt im Mittel 2,70 Euro eingesparte Fehlzeitenkosten je investiertem Euro. Frühindikatoren und der VOI zeigen Veränderungen schon vorher.

Wie gehen Sie mit Datenschutz und Mitbestimmung um?

Befragungen sind freiwillig und anonym, ausgewertet wird nur aggregiert. Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte werden von Beginn an eingebunden.

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Thomas Olbrecht forscht und berät zu Kennzahlen und Wirtschaftlichkeit im BGM. Veröffentlicht hat er dazu unter anderem „Kennzahlen für die Gesundheit“ (Personalmagazin, 2024) und „BGM in Krisenzeiten“ (2025).

Zum Profil →

Welche Kennzahl würden Sie morgen streichen?

Im kostenlosen Erstgespräch sehen wir uns Ihr Reporting an und klären, welcher Frühindikator den größten Nutzen bringt.

Quellen: Treier, M. (2023): Betriebliches Gesundheitsmanagement. Springer · Pieper, C.; Schröer, S. (2015): Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention. iga.Report 28 · Olbrecht, T. (2026): BGM-Kennzahlen 2030. Vortrag.